Eines Abends machte sich ein Mann aus Benzin auf den Heimweg vom Nachbardorf Brook. Um schneller zu sein, verließ er die Straße und ging querfeldein über die Felder. Es ist ein altes Stück Ahnenwissen, das uns lehrt, dass die Pfade abseits der bekannten Wege oft direkt in das Reich der Geister führen.
Als er in die Benziner Berge kam, gesellte sich plötzlich ein Zwerg zu ihm, der eine brennende Laterne in der Hand trug. Schweigend gingen sie eine Weile nebeneinander her. Schritt für Schritt durch das kühle, raunende Zwielicht.
⛰️ Die geheimnisvolle Pforte im Hügel
Dann stieg ihnen ein verführerischer Duft nach frischem Kartoffelkuchen in die Nase. Ein naturmagischer Zauber, der mitten in der Einsamkeit der Natur die Sinne betörte:
Das Wunder: Vor ihnen öffnete sich eine verborgene Tür im Berg.
Die Locke: Der Zwerg forderte den Mann freundlich auf einzutreten, um an der unterirdischen Pracht teilzuhaben.
Doch den Wanderer erschrak heftig. Die Angst vor dem Unbekannten lähmte ihn, er beschleunigte hastig seine Schritte und lehnte die Einladung ab, ohne sich auf das Geheimnis einzulassen.
🕯️ Verloren in der Finsternis
Der Zwerg begleitete ihn noch ein Stück mit seiner Laterne, dann verschwand er plötzlich im Dunkeln. Mit dem Erlöschen des magischen Lichts verlor auch die Nacht ihre Orientierung:
Der Mann verirrte sich in der tiefen Finsternis.
Hilflos und umherirrend fand er erst am frühen Morgen den Weg zurück in sein Heimatdorf.
Der Berg, aus dem der wunderbare Duft nach Kartoffelkuchen gekommen war, heißt durch diese Überlieferung bis heute Kartoffelkuchenberg. Ein stummes Denkmal des Alten Glaubens, das uns daran erinnert, wie nah die Schwelle zur Anderswelt in unserer mecklenburgischen Landschaft liegt.
