Der Hexenbusch: Das stumme Mahnmal von Groß Varchow

Auf der Feldmark von Groß Varchow bei Stavenhagen gibt es eine Stelle, die man tief verwurzelt in der Überlieferung unserer Region den Hexenbusch nennt. Es ist ein ödes, wüstes Stück Land, das nur mit Gestrüpp und Dornen bewachsen ist. Sonst gedeiht dort nichts.

🔥 Das dunkle Urteil & die Wahrheit

Vor langer Zeit, in den Schatten eines falsch verstandenen Alten Glaubens, wurde hier eine alte Frau unschuldig als Hexe angeklagt und gnadenlos zum Feuertod verurteilt.

  • Die betrogene Unschuld: Auf dem Scheiterhaufen beteuerte sie noch einmal mit aller letzter Kraft ihre Unschuld.

  • Die verblendete Menge: Doch niemand aus dem Dorf schenkte ihr Glauben, die Herzen blieben stumm und verschlossen.

🌿 Der letzte Schwur & das welke Land

Da verfluchte sie in ihrer letzten, verzweifelten Stunde den Richtplatz. Ein mächtiger Schwur, der sich wie ein unsichtbares Netz über die Erde legte: Der Ort, an dem man sie unschuldig verbrannt hatte, solle auf ewig verflucht sein und niemals mehr Frucht tragen.

Und das Schicksal hörte sie. Der Fluch erfüllte sich unerbittlich und bis in unsere heutige Zeit:

  • Bis heute liegt genau diese Stelle brach und unfruchtbar da.

  • Kein goldenes Getreide, kein weiches Gras will dort wachsen – nur scharfe Dornen und wildes Gestrüpp bedecken den harten Boden.

So erinnert der Hexenbusch als dunkles Naturmal und lebendiges Brauchtum noch heute an das bittere Unrecht, das einer unschuldigen Frau angetan wurde.

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